Altbauten haben Charme – keine Frage. Doch mit dem Alter kommen oft hohe Heizkosten, veraltete Technik und der Wunsch nach mehr Wohnkomfort. Wer seinen Altbau energetisch auf Vordermann bringen will, hat gute Karten: 2026 stehen zahlreiche staatliche Förderprogramme bereit, die Ihre Sanierung spürbar günstiger machen können.

Ob Dämmung, neue Fenster oder der Austausch der Heizung – die Fördermittel von KfW und BAFA entlasten Eigentümer:innen nicht nur finanziell, sondern unterstützen auch das Ziel, Immobilien klimafit zu machen. In diesem Artikel zeigen wir, Ihre Altbausanierung Berlin Experten, Ihnen was möglich ist, wie viel Geld winkt und worauf Sie bei der Antragstellung achten sollten.

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Altbausanierung
Dachrenovierung

Warum sich eine Altbausanierung lohnt – auch finanziell

Altbauten wurden meist zu einer Zeit errichtet, in der an Wärmeschutz oder moderne Heiztechnik noch kaum zu denken war. Eine energetische Sanierung bringt hier gleich mehrere Vorteile:

  • Weniger Heizkosten dank effizienter Dämmung und moderner Fenster
  • Mehr Wohnkomfort durch angenehme Temperaturen und bessere Luftqualität
  • Wertsteigerung Ihrer Immobilie
  • Klimaschutz durch CO₂-Einsparung
  • Zuschüsse vom Staat, die Investitionen bezahlbar machen

Und genau auf diese Zuschüsse schauen wir uns jetzt genauer an.

Überblick: Welche Förderprogramme gibt es 2026?

BEG – Bundesförderung für effiziente Gebäude

Die wichtigste Anlaufstelle ist die BEG. Sie bündelt die staatlichen Förderangebote für energetische Sanierungen – aufgeteilt in Zuschüsse vom BAFA und zinsgünstige Kredite mit Tilgungszuschuss von der KfW. Zum 21. Juli 2026 sind neue Förderrichtlinien in Kraft getreten. Die folgenden Sätze geben den seitdem gültigen Stand wieder.

Förderfähige Einzelmaßnahmen (BEG EM)

Diese werden über das BAFA bezuschusst und gelten für:

  • Dämmung von Dach, Fassade, Kellerdecke oder Geschossdecken
  • Erneuerung von Fenstern und Außentüren
  • Einbau von Lüftungsanlagen
  • Anlagentechnik zur Energieoptimierung

Förderhöhe

15 % Grundförderung auf die förderfähigen Ausgaben. Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan kommen 5 Prozentpunkte hinzu, macht 20 %. Förderfähig sind 30.000 € für die erste Wohneinheit, je 15.000 € für die zweite bis sechste. Das Gebäude muss bei Antragstellung mindestens fünf Jahre alt sein, das Mindestinvestitionsvolumen liegt bei 300 €.

Heizungstausch: KfW 458

Für eine Heizung auf Basis erneuerbarer Energien gibt es 30 % Grundförderung. Dazu kommen der Klimageschwindigkeits-Bonus von 16 % beim Austausch einer alten Heizung sowie ein einkommensabhängiger Bonus. Der Gesamtsatz liegt bei höchstens 70 %, bei selbstnutzenden Eigentümern mit einem Haushaltseinkommen bis 30.000 € bei bis zu 80 %. Förderfähig sind bis zu 28.000 € für die erste Wohneinheit.

Förderkredit für Komplettsanierungen: KfW 261

Wenn Sie mehrere Maßnahmen bündeln und Ihr Gebäude zu einem Effizienzhaus machen, greift KfW 261:

  • Kredit von bis zu 150.000 € je Wohneinheit
  • Tilgungszuschuss von 5 bis 15 %, je nach erreichter Effizienzhaus-Stufe und Heizung
  • Zusätzlich 10 Prozentpunkte für ein besonders schlecht gedämmtes Ausgangsgebäude und 15 Prozentpunkte für eine serielle Sanierung
  • Baubegleitung durch eine Energieeffizienz-Expertin oder einen -Experten: 50 % Zuschuss, bis 5.000 € beim Ein- und Zweifamilienhaus

Für die Stufe Effizienzhaus Denkmal gelten eigene, leichter erreichbare Anforderungen. Das ist für viele Berliner Altbauten unter Denkmalschutz der entscheidende Weg, weil eine Außendämmung dort oft nicht zulässig ist.

Voraussetzungen: Was muss erfüllt sein?

Damit die Förderung bewilligt wird, sollten Sie Folgendes beachten:

  • Der Altbau muss mindestens 5 Jahre alt sein (maßgeblich ist der Bauantrag)
  • Antragstellung vor Maßnahmenbeginn
  • Für Einzelmaßnahmen muss ein verbindliches Angebot mit aufschiebender Bedingung („gilt nur bei Förderzusage“) vorliegen
  • Maßnahmen müssen von Fachbetrieben durchgeführt werden
  • Eintragung einer Energie-Effizienz-Expert:in ist Pflicht. Kontaktieren Sie uns diesbezüglich einmal unverbindlich

Beispiel: So viel Förderung ist möglich

Stellen Sie sich vor, Sie möchten in Ihrem Altbau folgende Maßnahmen umsetzen:

Maßnahme Kosten Förderung
Dämmung von Dach und Fassade, neue Fenster 55.000 € 6.000 € – BAFA, 20 % auf die förderfähigen 30.000 €
Wärmepumpe statt alter Gasheizung 28.000 € 12.880 € – KfW 458, 30 % Grundförderung plus 16 % Klimageschwindigkeits-Bonus
Gesamt 18.880 €

Wichtig an diesem Beispiel: Die förderfähigen Ausgaben für Maßnahmen an der Gebäudehülle sind auf 30.000 € je Wohneinheit gedeckelt. Wer mehr investiert, bekommt darauf keinen zusätzlichen Zuschuss. Deshalb lohnt es sich, die Reihenfolge der Maßnahmen vorher zu planen.

Förderung und Steuerbonus – was lohnt sich mehr?

Wer keine BEG-Förderung beantragt oder sie verpasst, kann bei selbst genutztem Wohneigentum alternativ eine Steuerermäßigung geltend machen:

  • 20 % der Sanierungskosten
  • Max. 40.000 € über drei Jahre
Wichtig: Steuerbonus und BEG-Förderung lassen sich nicht kombinieren.

Regionale Förderprogramme: Mehr drin als gedacht

Neben den Bundesprogrammen bieten viele Städte, Gemeinden und Bundesländer zusätzliche Förderungen an – etwa für denkmalgerechte Sanierung oder Sozialwohnungsbestand. Kombinieren ist oft erlaubt, wenn die Gesamtförderung die Investition nicht übersteigt.

Tipp: Lassen Sie sich von einem unserer Fördermittelberater und  Energieeffizienz-Experten individuell beraten. Rufen Sie uns einfach an.

SO Innenausbau: Ihr Partner für förderfähige Altbausanierungen

Ob Komplettsanierung, Dämmarbeiten oder Fenstererneuerung – bei SO Innenausbau stehen Ihnen erfahrene Handwerker zur Seite. Wir wissen, worauf es bei förderfähigen Maßnahmen ankommt – und begleiten Sie auf Wunsch auch beim Antragsverfahren.
Gerne beraten wir Sie persönlich und helfen bei der Planung Ihrer Sanierung – professionell, fair und zuverlässig.

FAQ: Häufige Fragen zur Förderung bei Altbausanierung

Die wichtigsten sind die BEG-Zuschüsse vom BAFA für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle, die Heizungsförderung der KfW über das Programm 458 und der KfW-Kredit 261 für die Sanierung zum Effizienzhaus. Alternativ, aber nicht zusätzlich, gibt es die Steuerermäßigung nach § 35c EStG. Seit dem 21. Juli 2026 gelten dafür neue Richtlinien.

Bei Einzelmaßnahmen an Dach, Fassade, Fenstern oder Lüftung sind es 15 % Zuschuss, mit individuellem Sanierungsfahrplan 20 % – bezogen auf förderfähige Ausgaben von 30.000 € für die erste Wohneinheit, also bis zu 6.000 €. Beim Heizungstausch sind bis zu 70 % möglich, bei einem Haushaltseinkommen bis 30.000 € bis zu 80 %. Über den KfW-Kredit 261 kommen 5 bis 15 % Tilgungszuschuss hinzu, plus Boni von bis zu 15 Prozentpunkten.

Unbedingt vor Beginn der Sanierung. Bei Einzelmaßnahmen sogar erst nach Angebotsannahme mit aufschiebender Bedingung – sonst wird nicht gefördert.

Der individuelle Sanierungsfahrplan ist eine professionelle Planung Ihrer Sanierung durch eine Energieeffizienz-Expertin oder einen -Experten. Liegt er vor, steigt der Zuschuss für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle um 5 Prozentpunkte auf 20 %. Beim Einfamilienhaus setzt dieser Bonus ein Investitionsvolumen von mindestens 30.000 € voraus.

Nein, die Fördermittel sind ausschließlich Eigentümer:innen vorbehalten. Mieter:innen profitieren aber indirekt durch bessere Wohnqualität.

Nein. Wer eine staatliche Förderung von BAFA oder KfW in Anspruch nimmt, kann für dieselbe Maßnahme nicht zusätzlich die Steuerermäßigung nach § 35c EStG geltend machen. Der Steuerbonus beträgt 20 % der Kosten, verteilt über drei Jahre, höchstens 40.000 € je Objekt. Voraussetzung ist, dass Sie das Gebäude selbst bewohnen und es älter als zehn Jahre ist.

Nach der Förderzusage haben Sie bis zu 36 Monate Zeit, um die geplanten Sanierungsmaßnahmen abzuschließen und abzurechnen.

Ein Blick auf die Sanierungskosten kann bei der Entscheidung helfen. Hier finden Sie einen übersichtlichen Kostenvergleich für Altbausanierung Altbausanierung Kosten

Ja, viele Städte und Bundesländer bieten zusätzliche Förderprogramme – oft kombinierbar mit der BEG. Informieren Sie sich bei uns gerne über die Möglichkeiten.