Vier der meistgelesenen Ratgeberseiten zum fugenlosen Bad nennen exakt denselben Wert: 150 € pro Quadratmeter Arbeitslohn. OBI schreibt es, Richter+Frenzel schreibt es, Gira schreibt es, haus.de schreibt es. Auf keiner der vier Seiten steht, worauf sich dieser Quadratmeter bezieht.
Genau da entstehen die größten Fehlrechnungen. Ein Badezimmer mit 6 m² Grundfläche hat rund 31 m² zu beschichtende Fläche, weil Boden und Wände zusammengezählt werden. Wer 150 € mit der Grundfläche multipliziert, landet bei 900 €. Allein die Beschichtung kostet aber gut 5.000 €.
Diese Seite rechnet jede Zahl zweimal vor: einmal pro Quadratmeter beschichteter Fläche, einmal für ein konkretes Bad mit 4, 6 und 10 m² Grundriss. Jede Preisangabe steht mit Quelle und Abrufdatum. Wo die Quellen einander widersprechen, bleibt der Widerspruch sichtbar, statt zu einem glättenden Mittelwert zu werden.
Die dritte Zahl fehlt in Angeboten am häufigsten. gestaltungsmaler.de (04.09.2025) beziffert Abdichtung nach Norm, Estrich im Duschbereich, Duschablauf und Entsorgung mit rund 3.000 € zusätzlich zum Quadratmeterpreis. Keine andere der geprüften Quellen nennt für diesen Block überhaupt einen Betrag, obwohl er bei einem kleinen Bad mehr als die Hälfte der Beschichtungskosten ausmachen kann.
Der Quadratmeterpreis besteht aus zwei Blöcken, die jeder Betrieb getrennt kalkuliert: die Arbeitszeit für Grundierung, Spachtellagen, Schliff und Versiegelung sowie das Material. Erst beide zusammen ergeben eine Zahl, mit der sich planen lässt.
| Position | Preis pro m² | Quelle (Abruf) |
|---|---|---|
| Arbeitslohn Beschichtung | 150 € | obi.de (27.01.2026), richter-frenzel.de, gira.de (07.05.2026), haus.de (07.06.2025) |
| Arbeitslohn, niedrigere Angabe | 100-150 € | badsanieren24.de (21.05.2026) |
| Arbeitslohn, höchste Angabe | rund 250 € | gestaltungsmaler.de (04.09.2025) |
| Material, Standardqualität | 20-30 € | richter-frenzel.de, gira.de, haus.de, badsanieren24.de |
| Material, Designqualität | ab ca. 70 € | designfabrikhamburg.de (30.10.2024) |
| Material und Arbeit gesamt | 100-300 € | baederdunkelmann.de (25.06.2026), planner5d.com (15.07.2025) |
| Mikrozement komplett | 120-180 € | badsanieren24.de (21.05.2026) |
| Beschichtung inkl. Montage | ca. 150 € | designfabrikhamburg.de (30.10.2024) |
Alle Werte beziehen sich auf einen Quadratmeter beschichteter Fläche, nicht auf die Grundfläche des Raums.
In dieser Tabelle stecken drei Widersprüche, die sich nicht auflösen lassen. Erstens: Der Wert 150 € taucht zweimal auf und meint zweimal etwas anderes. Bei OBI, Richter+Frenzel, Gira und haus.de ist damit reiner Arbeitslohn gemeint, bei designfabrikhamburg.de der Gesamtpreis inklusive Material. Die Differenz beträgt rund 20 Prozent. Wer beide Angaben nebeneinanderlegt, ohne das zu bemerken, rechnet zu knapp.
Zweitens liegt gestaltungsmaler.de mit 250 € Arbeitslohn zwei Drittel über dem Konsens von vier unabhängigen Quellen. Bei einem 6-Quadratmeter-Bad mit 31 m² Fläche sind das 7.750 € statt 4.650 €, also gut 3.100 € Unterschied. Eine plausible Erklärung: Dort ist die Untergrundvorbereitung bereits eingerechnet, die andere Quellen separat ausweisen. Belegt ist das nicht, es bleibt eine Hypothese.
Drittens klaffen die Materialpreise auseinander. 20 bis 30 € nennen vier Ratgeber, ab 70 € nennt designfabrikhamburg.de für Designqualitäten. Auf 31 m² gerechnet: 620 bis 930 € gegenüber 2.170 €. Der Materialaufschlag von rund 1.240 bis 1.550 € ist deutlich, fällt gegenüber dem Arbeitslohn aber nicht ins Gewicht.
Der breite Korridor von 100 bis 300 € pro Quadratmeter, den baederdunkelmann.de und planner5d.com nennen, deckt beide Lager ab. Zum Planen taugt er wenig, er zeigt aber, wie groß die Streuung im Markt tatsächlich ist. Alle weiteren Rechnungen auf dieser Seite arbeiten mit dem belegten Konsens: 150 € Arbeit plus 20 bis 30 € Material, also 170 bis 180 € je Quadratmeter. Diese Spanne deckt sich am oberen Rand mit dem Mikrozement-Wert von 120 bis 180 €/m² aus badsanieren24.de.
Die Kosten für ein fugenloses Badezimmer hängen an einer Zahl, die in kaum einem Angebot auftaucht: der tatsächlich beschichteten Fläche.
Die Fläche rechnet sich einfach: Der Boden entspricht der Grundfläche, die Wandfläche ergibt sich aus Raumumfang mal Wandhöhe. Bei 2,50 m Wandhöhe kommt in einem quadratischen 9-Quadratmeter-Bad ein Umfang von 12 m zusammen, macht 30 m² Wand plus 9 m² Boden. Genau diese Zahl nennt badsanieren24.de (21.05.2026): 39 m² zu beschichtende Fläche für ein Bad mit 9 m² Grundfläche.
Diese eine Quelle rechnet die Wandfläche mit. Bei gira.de, haus.de und obi.de bleibt offen, worauf sich der Quadratmeterpreis bezieht. Die folgenden Rechnungen legen deshalb den Grundriss offen, aus dem die Fläche stammt.
| Bad | Grundriss | Boden | Wand raumhoch | Fläche gesamt | Beschichtung (170-180 €/m²) | inkl. ca. 3.000 € Vorarbeiten |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 4 m² | 2,00 x 2,00 m | 4 m² | 20 m² | 24 m² | 4.080-4.320 € | 7.080-7.320 € |
| 6 m² | 2,00 x 3,00 m | 6 m² | 25 m² | 31 m² | 5.270-5.580 € | 8.270-8.580 € |
| 10 m² | 2,50 x 4,00 m | 10 m² | 32,5 m² | 42,5 m² | 7.230-7.650 € | 10.230-10.650 € |
Flächen bei 2,50 m Wandhöhe, ohne Abzug für Tür und Fenster. Preise: belegter Konsens 150 €/m² Arbeit plus 20 bis 30 €/m² Material, Vorarbeitenblock nach gestaltungsmaler.de (04.09.2025).
Beschichtet werden muss nicht immer alles. Viele Bäder bekommen die Fläche am Boden, in der Dusche und hinter dem Waschtisch, während die übrigen Wände gestrichen bleiben. Rechnerisch entspricht das etwa 40 Prozent der raumhohen Wandfläche, eine geometrische Annahme, kein Erfahrungswert aus einer der Quellen.
| Bad | Teilfläche (Boden, Dusche, Waschtischwand) | Beschichtung (170-180 €/m²) | Ersparnis gegenüber Vollbeschichtung |
|---|---|---|---|
| 4 m² | 12 m² | 2.040-2.160 € | rund 2.100 € |
| 6 m² | 16 m² | 2.720-2.880 € | rund 2.600 € |
| 10 m² | 23 m² | 3.910-4.140 € | rund 3.400 € |
gira.de (07.05.2026) führt zwei Beträge, die sich auf den ersten Blick ausschließen: 3.700 bis 4.000 € für 22 m² Fläche und 9.000 bis 15.000 € für ein komplett fugenlos gestaltetes Bad von 6,5 bis 8,5 m². Das ist kein Fehler, sondern der Unterschied zwischen zwei Leistungstiefen.
Die Rechenprobe zeigt es: 22 m² mal 170 € ergibt 3.740 €, mal 180 € ergibt 3.960 €. Der erste Wert ist also exakt die reine Beschichtung. Der zweite Wert umfasst Vorbereitung, Abdichtung, Versiegelung und die komplette Gestaltung des Raums. Dieselbe Probe funktioniert bei badsanieren24.de: 39 m² mal 120 bis 180 € ergibt 4.680 bis 7.020 € und damit genau die dort genannte Spanne.
Nicht der Preis unterscheidet die beiden Angaben, sondern der Leistungsumfang.
Praktische Folge für den Angebotsvergleich: Suchen Sie in jedem Angebot zuerst die Quadratmeterzahl. Steht dort keine, ist der Preis nicht mit einem zweiten Angebot vergleichbar, selbst wenn beide dasselbe Bad meinen.
Eine fugenlose Fläche ersetzt die Fliesen, nicht die Sanierung. Rohbau, Leitungen, Elektrik, Sanitärobjekte und Montage bleiben unverändert bestehen. S&O Innenausbau weist für eine Komplettsanierung 18.000 bis 30.000 € zzgl. MwSt. aus, gestaffelt nach Größe: ab 17.000 € bei 2 bis 4 m², ab 18.500 € bei 4 bis 6 m² und ab 20.000 € ab 6 m² (Stand 03.09.2026). Die Handwerkerleistung macht darin bis zu 60 Prozent aus.
Gemessen daran ist die Beschichtung eines 6-Quadratmeter-Bads mit 5.270 bis 5.580 € etwa ein Fünftel bis knapp ein Drittel des Gesamtbudgets. Alles andere entfällt auf Gewerke, die mit der Oberfläche nichts zu tun haben. Die Einordnung in die Gesamtrechnung steht unter Badsanierung Kosten.
Wer ein Bad ohne Fliesen plant, stellt fast immer dieselbe Rechnung auf: Was kostet die Beschichtung im Vergleich zum klassischen Belag?
Der Vergleich funktioniert nur, wenn beide Varianten auf dieselbe Fläche gerechnet werden. Bei den Arbeitskosten ist die Datenlage eindeutig: 75 € pro Quadratmeter für Fliesenlegerarbeiten nennen obi.de, gira.de und haus.de übereinstimmend, also exakt die Hälfte des Beschichtungslohns.
| Position | Fliesen | Fugenlose Beschichtung |
|---|---|---|
| Arbeitslohn | 75 €/m² (obi, gira, haus.de) | 150 €/m² (vier Quellen) |
| Material | Wand 5-15 €/m², Boden 4-20 €/m² (gira) | 20-30 €/m² (vier Quellen) |
| Gesamt pro m² | 80-100 € (badsanieren24) | 120-180 € Mikrozement (badsanieren24) |
| Gehobene Variante | Marmor 120-300 €/m² (badsanieren24) | Designmaterial ab ca. 70 €/m² Material (designfabrikhamburg) |
| Beispiel 22 m² Fläche | 2.000-2.200 € (gira) | 3.700-4.000 € (gira) |
Auf das 6-Quadratmeter-Bad mit 31 m² Fläche übertragen: Fliesen kosten dort rund 2.470 bis 2.820 €, die Beschichtung 5.270 bis 5.580 €. Der Mehrpreis liegt bei etwa 2.500 bis 3.100 €, also beim Faktor 1,5 bis 2. Bei einem großen Bad wächst dieser Abstand linear mit der Fläche, bei einer reinen Teilbeschichtung schrumpft er deutlich.
Den Unterschied macht die Arbeitszeit, nicht das Material.
Häufig wird gegengerechnet, dass gesparte Fugensanierungen den Mehrpreis wieder einholen. Belastbare Instandhaltungszahlen dafür liefert keine der geprüften Quellen, deshalb bleibt diese Rechnung hier offen. Wer stattdessen mit Fliesen plant, findet die Zahlen unter Bad neu fliesen.
Die Materialwahl entscheidet weniger über den Preis als die Fläche und der Untergrund. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten belegten Standardmaterial liegen 12 € pro Quadratmeter, bei 31 m² also rund 370 €. Trotzdem lohnt der Blick auf die einzelnen Systeme, weil sie sich in Aufbau und Nassbereichstauglichkeit unterscheiden.
Das im Bad am häufigsten eingesetzte System. badsanieren24.de (21.05.2026) nennt 120 bis 180 € pro Quadratmeter inklusive Arbeit, das Material liegt im üblichen Korridor von 20 bis 30 €. Auf Herstellerseiten finden sich Materialsätze ab 15,30 € pro Quadratmeter. Diese Sätze entsprechen nicht dem Aufbau, den die Ratgeberpreise meinen, und taugen deshalb nicht als Vergleichswert.
Beton Ciré wird dünnschichtig aufgezogen und liefert die typische wolkige Betonoptik. richter-frenzel.de und haus.de nennen übereinstimmend rund 25 € pro Quadratmeter Material. Der Arbeitsaufwand entspricht dem der übrigen Spachtelsysteme, der Preis hängt an der Zahl der Lagen und der Versiegelung.
Mit rund 18 € pro Quadratmeter das günstigste belegte Material, genannt von obi.de, richter-frenzel.de und haus.de, also drei unabhängigen Quellen. Kunstharzbeschichtungen ergeben eine geschlossene, gut zu reinigende Oberfläche. Auf 31 m² gerechnet spart die Wahl gegenüber Beton Ciré rund 220 € und damit weniger, als die meisten erwarten.
obi.de und richter-frenzel.de führen Holz mit rund 30 € pro Quadratmeter am oberen Rand der Standardmaterialien. Im Bad ist der Einsatz auf Flächen außerhalb des unmittelbaren Spritzwasserbereichs beschränkt, weshalb Holz in der Praxis eher kombiniert als flächendeckend eingesetzt wird.
Diese drei Oberflächen werden in fast jedem Ratgeber zum fugenlosen Bad erwähnt, aber in keiner der geprüften Quellen mit einem Quadratmeterpreis hinterlegt. Tadelakt gilt als besonders arbeitsintensiv, weil die Fläche von Hand verdichtet und mit Seife nachbehandelt wird. Eine Zahl dafür zu nennen, wäre geraten.
designfabrikhamburg.de (30.10.2024) nennt Materialpreise ab rund 70 € pro Quadratmeter, das Zwei- bis Dreieinhalbfache der Standardqualität. Dieselbe Quelle gibt ca. 150 € pro Quadratmeter inklusive Montage an, was in sich nicht ganz aufgeht, wenn allein das Material bei 70 € beginnt. Der Widerspruch bleibt hier stehen.
Eine fugenlose Fläche ist nur so gut wie das, was unter ihr liegt. Der Untergrund muss tragfähig, eben und rissfrei sein, bevor die erste Lage aufgezogen wird. Jede zusätzliche Spachtellage kostet Arbeitszeit, und Arbeitszeit ist mit 150 € pro Quadratmeter der größte Posten der Rechnung.
Jede Unebenheit im Untergrund wird zu Arbeitszeit, und Arbeitszeit ist der teuerste Posten.
Im Nassbereich kommt die Abdichtung dazu. Die DIN 18534 regelt die Abdichtung von Innenräumen und ordnet Flächen nach ihrer Wassereinwirkung ein. Was daraus für ein konkretes Bad folgt, hängt vom Duschtyp und vom Untergrund ab. Die Beschichtung selbst ersetzt die Abdichtung nicht, sie liegt darauf. Die technischen Details stehen unter Bad abdichten.
Was im Quadratmeterpreis üblicherweise nicht steckt:
gestaltungsmaler.de setzt für diesen Block rund 3.000 € an. Steht in einem Angebot nur ein Quadratmeterpreis, fehlt sehr wahrscheinlich genau dieser Betrag.
Eine fugenlose Dusche treibt den Aufwand zusätzlich, weil Gefälle und Ablauf in den Estrich eingearbeitet werden müssen und die Fläche dauerhaft der höchsten Wassereinwirkung ausgesetzt ist. Wer bei der Gelegenheit die Wanne aufgibt, findet die dazugehörigen Arbeitsschritte unter Badewanne zur Dusche umbauen. Genau diese Vorarbeiten sind vermutlich der Grund, warum gestaltungsmaler.de mit 250 € pro Quadratmeter kalkuliert, während vier andere Quellen bei 150 € liegen. Bewiesen ist das nicht.
Sitzen die alten Fliesen fest, klingen sie beim Abklopfen nicht hohl und ist der Untergrund tragfähig, kann die Beschichtung direkt darauf. Die Fugen werden ausgespachtelt, danach kommt ein Haftgrund auf die gesamte Fläche.
Der Quadratmeterpreis sinkt dadurch nicht. Gespart wird der Rückbau samt Entsorgung, also ein Teil des Blocks von rund 3.000 €. Ein weiterer Vorteil: Die Aufbauhöhe bleibt gering, Türen und Anschlüsse müssen selten angepasst werden.

Einen Haken hat die Sache. Die vorhandene Abdichtung liegt unter den alten Fliesen und lässt sich nicht beurteilen, ohne sie zu öffnen. Im Duschbereich wird deshalb häufig doch zurückgebaut, während die übrigen Flächen überspachtelt werden. Der Sparhebel wirkt dann nur auf einem Teil der Fläche, und die Ersparnis fällt entsprechend kleiner aus als bei einer reinen Überarbeitung des Trockenbereichs.
Die Rechnung ist schnell aufgemacht. Wer selbst spachtelt, ersetzt den Arbeitslohn durch eigene Zeit: bei 31 m² sind das 4.650 €. Bleiben 620 bis 930 € Material, das man ohnehin kaufen muss. Rein rechnerisch spart die Eigenleistung also rund 80 Prozent der Beschichtungskosten.
Bis hierhin klingt das gut.
Der Haken liegt im Nassbereich. Dort hängt an der Ausführung die Abdichtung, und ein Wasserschaden in einer Wohnung kostet ein Vielfaches der Ersparnis. Dazu kommt: Eine selbst ausgeführte Fläche hat keine Gewährleistung, und die Materialsätze ab 15,30 € pro Quadratmeter, die Hersteller für Heimwerker anbieten, entsprechen nicht dem Systemaufbau, den die Ratgeberpreise von 20 bis 30 € beschreiben.
Ein Mittelweg funktioniert in der Praxis besser als die Entweder-oder-Entscheidung: Nassbereich vom Fachbetrieb, Trockenbereich in Eigenleistung. Im 6-Quadratmeter-Beispiel liegen rund 15 der 31 Quadratmeter außerhalb des Spritzwasserbereichs, was etwa 2.250 € Arbeitslohn spart, ohne die kritische Fläche anzutasten. Wichtig dabei: Beide Flächen müssen aus derselben Charge kommen, sonst zeichnet sich der Übergang ab.
Die üblichen Argumente für und gegen ein fugenloses Bad sind meist ästhetisch. Interessanter ist, was jedes davon in der Rechnung bewirkt.
| Punkt | Wirkung auf die Kosten |
|---|---|
| Keine Fugen in der Fläche | Fugensanierung entfällt. Anschlussfugen an Wanne, Boden und Ecken bleiben und altern wie bisher. |
| Ausführung auf altem Belag möglich | Spart Rückbau und Entsorgung, also einen Teil der rund 3.000 € Vorarbeiten. |
| Geringe Aufbauhöhe | Türen, Anschlüsse und Übergänge müssen selten angepasst werden. |
| Doppelter Arbeitslohn | 150 statt 75 € pro Quadratmeter. Bei 31 m² sind das 2.325 € Mehrkosten allein für die Arbeit. |
| Reparatur nur flächig | Eine beschädigte Fliese wird ausgetauscht, eine beschädigte Beschichtung abschnittsweise überarbeitet. Der Mindestaufwand pro Schaden fällt höher aus. |
| Wenige spezialisierte Betriebe | Weniger Vergleichsangebote, dadurch geringerer Preisdruck. Die Spanne von 100 bis 300 €/m² im Markt spiegelt genau das. |
Ohne Fugen entfallen Fugenreiniger und das regelmäßige Nacharbeiten verfärbter Fugen. Was bleibt, ist die Versiegelung: Sie trägt die Wasserfestigkeit der Fläche, weshalb scheuernde Mittel und starke Säuren auf der Oberfläche nichts zu suchen haben.
Wie oft eine Versiegelung erneuert werden muss und was das kostet, gibt keine der geprüften Quellen an.

Auch ohne Angabe zur Lebensdauer lässt sich rechnen, sobald Sie selbst eine Nutzungsdauer ansetzen. Für das 6-Quadratmeter-Bad mit 5.270 € Beschichtungskosten und rund 2.470 € für die Fliesenvariante sieht das so aus:
| Angesetzte Nutzungsdauer | Fugenlose Beschichtung | Fliesen |
|---|---|---|
| 15 Jahre | 351 € pro Jahr | 165 € pro Jahr |
| 20 Jahre | 264 € pro Jahr | 124 € pro Jahr |
| 25 Jahre | 211 € pro Jahr | 99 € pro Jahr |
Die Nutzungsdauer ist eine Annahme, kein Messwert. Instandhaltung ist in beiden Spalten nicht enthalten, weil dafür keine belegten Zahlen vorliegen.
Der Abstand bleibt in jeder Zeile bestehen: Die fugenlose Fläche kostet pro Jahr ungefähr das Doppelte. Kippen würde die Rechnung erst, wenn die Beschichtung deutlich länger hält oder die Fliesenvariante zwischendurch Fugensanierungen verlangt. Beides ist plausibel, beides bleibt hier unbelegt.
Rechnen Sie mit 170 bis 180 € je Quadratmeter beschichteter Fläche: 150 € Arbeitslohn (übereinstimmend bei obi.de, richter-frenzel.de, gira.de und haus.de) plus 20 bis 30 € Material. badsanieren24.de nennt für Mikrozement 120 bis 180 € pro Quadratmeter inklusive Arbeit. Der Preis bezieht sich auf die beschichtete Fläche, nicht auf die Grundfläche des Raums.
Ja, etwa um den Faktor 1,5 bis 2. Fliesenlegerarbeiten liegen bei 75 € pro Quadratmeter (obi.de, gira.de, haus.de), Fliesenmaterial bei 5 bis 15 € an der Wand und 4 bis 20 € am Boden (gira.de). badsanieren24.de beziffert Fliesen mit 80 bis 100 € und Mikrozement mit 120 bis 180 € pro Quadratmeter. Gira nennt für dieselben 22 Quadratmeter 2.000 bis 2.200 € für Fliesen und 3.700 bis 4.000 € für die Beschichtung.
Die beschichtete Fläche, der Zustand des Untergrunds und die Frage, ob Abdichtung, Estrich im Duschbereich, Duschablauf und Entsorgung im Preis stecken. Für diesen Block nennt gestaltungsmaler.de rund 3.000 € zusätzlich. Das Material bewegt den Preis weniger stark: Zwischen Kunstharz (ca. 18 €/m²) und Beton Ciré (ca. 25 €/m²) liegen bei 31 Quadratmetern rund 220 €.
Technisch ja, wenn die Fliesen fest sitzen, nicht hohl klingen und der Untergrund tragfähig ist. Die Fugen werden ausgespachtelt, danach kommt ein Haftgrund auf die Fläche. Der Quadratmeterpreis sinkt dadurch nicht, gespart wird der Rückbau samt Entsorgung. Im Duschbereich bleibt offen, ob die Abdichtung unter den alten Fliesen intakt ist. Prüfen lässt sich das nur durch Öffnen.
Rechnerisch steckt der Arbeitslohn von 150 € pro Quadratmeter in der eigenen Leistung: bei 31 Quadratmetern rund 4.650 €, das Material kostet 620 bis 930 €. Im Nassbereich hängt daran allerdings die Abdichtung, und ein Wasserschaden kostet ein Vielfaches der Ersparnis. Materialsätze, die Hersteller ab 15,30 € pro Quadratmeter anbieten, entsprechen nicht dem Aufbau, den die Ratgeberpreise von 20 bis 30 € meinen.
Zur Nutzungsdauer liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Angabe vor. Rechnen Sie deshalb mit Ihrer eigenen Annahme: Die Beschichtung eines 6-Quadratmeter-Bads mit 5.270 € ergibt 351 € pro Jahr bei 15 Jahren, 264 € bei 20 Jahren und 211 € bei 25 Jahren. Fliesen liegen bei denselben Zeiträumen etwa bei der Hälfte.
Messen Sie zuerst Ihr Bad aus und rechnen Sie die Fläche nach der Formel oben aus: Grundfläche plus Umfang mal Wandhöhe. Mit dieser einen Zahl wird jedes Angebot prüfbar.
Drei Angaben sollten in jedem Angebot stehen, sonst lässt es sich nicht vergleichen: die Quadratmeterzahl der beschichteten Fläche, ob Abdichtung, Estrich und Ablauf enthalten sind, und welches Material in welchem Aufbau verwendet wird. Fehlt eine davon, fragen Sie nach, bevor Sie Preise nebeneinanderlegen.
Wer die Fläche nicht selbst ausführen will, kann das fugenloses Bad in Berlin umsetzen lassen.